Lange Zeit hat die Realwirtschaft in Österreich der Krise gut standgehalten. Jetzt häufen sich die Großinsolvenzen. Es scheint, das Jammern ist erstmals begründet. Das Problem ist, dass die Krise nun schon zu lange dauert. Nach einer zwischenzeitlichen Erholung ist der Euroraum wieder in eine Rezession gerutscht, konstatierte zuletzt auch OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny. Dagegen schlage sich Österreich vergleichsweise gut. Dennoch, die Prognosen wurden erneut nach unten revidiert, und da auch Deutschlands Wirtschaft kaum wächst, stottert der Exportmotor. Nachdem es zuerst viele Klein- und Mittelbetriebe erwischt hat, scheint nun die Durststrecke auch für große Unternehmen zu lange zu sein. Bezeichnend für das Konjunkturproblem ist, dass zu den nach Dienstnehmern größten Insolvenzen des heurigen Jahres Personalvermittlungsfirmen gehören. Die MPS Personal Service GmbH, die gestern Konkurs angemeldet hat, ist die bisher größte Pleite des Jahres, noch vor Niedermeyer. Bislang haben die Banken die Großbetriebe noch durchgetragen, die Kleinen wurden schon früher fallen gelassen. Doch die strengen Eigenmittelvorschriften der Banken haben zu verschärften Kreditvergaben geführt. Das erschwert die Finanzierung von angeschlagenen Unternehmen zusätzlich. Kritik ist aber auch an der Regierung angebracht: Im Jahr 2010 wurde im Zuge der ersten Krise zur Unterstützung von Unternehmen das Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz (ULSG) geschaffen. Dabei übernahm der Staat für einen Teil der Unternehmenskredite die Haftung. Diese ULSG-Kredite laufen auf drei Jahre, heuer reifen also die ersten ab. Die Firmen sind somit gezwungen, mit der Rückzahlung zu beginnen und müssen größere Summen refinanzieren. Weil das ULSG abgelaufen ist, müssen sie das ohne Haftung schaffen. Ein Nachfolgeprodukt gibt es nämlich nicht. Davon sind viele große Firmen betroffen. Ein bekanntes Beispiel wäre Bene. Hier gäbe es dringenden Handlungsbedarf seitens der Regierung. Doch insgesamt scheint die Wirtschaft demoralisiert. So steht steter Jobabbau an der Tagesordnung. Viele Unternehmen haben die Hoffnung aufgegeben, dass die Auslastung wieder auf Vorkrisenniveau steigen könnte. Während sie 2009 noch Kurzarbeit genutzt haben, kündigen sie jetzt die Mitarbeiter. Das wird zum Teufelskreis.
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Nach AKNÖ-Kritik: Post erhöht Lohn für Aushilfen von 821,20 auf 1.000 Euro
Sommeraushilfen bei der Österreichischen Post AG erhalten erstmals einen Mindestlohn von 1.000 Euro für eine Vollzeitbeschäftigung. AKNÖ-Präsident Haneder: “Damit ist eine der letzten Lücken beim Mindestlohn geschlossen. Die Erhöhung um 179 Euro war höchst an der Zeit.” Die Niederösterreichische Arbeiterkammer hatte im Vorjahr den damals bezahlten Monatslohn für eine 40-Stunden-Woche von 821,20 Euro brutto als viel zu niedrig kritisiert. Netto blieben davon 696,38 Euro für ein Monat Arbeit, das lag sogar unter der Mindestsicherung.
Jank zu rot-grüner Halbzeitbilanz: “Wann wird Wirtschaft berücksichtigt?”
18.6.2013 – “Wäre die Amtszeit der rot-grünen Stadtregierung ein Fußballmatch, müsste der Trainer vor Beginn der zweiten Halbzeit die bisherige Taktik überdenken”, fasst Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, die ersten 2,5 Jahre von Rot-Grün zusammen. Denn anstatt angesichts der nach wie vor verhaltenen Konjunkturentwicklung die Wiener Betriebe zu entlasten hat die Wiener Stadtregierung gleich zu Beginn ihrer Amtszeit eine der größten Gebührenlawinen der Vergangenheit losgetreten. Pro Jahr müssen die Unternehmer 100 Mio. Euro an zusätzlichen Abgaben und Steuern an die Stadt abführen. Und das, obwohl laut Rechnungshofbericht viele Bereiche der Stadtverwaltung satte Einnahmenüberschüsse erzielen. “Eine derart massive Belastungslawine für die Unternehmer in einer gesamtwirtschaftlich schwierigen Zeit, widerspricht jeglicher wirtschaftspolitischen Vernunft. Der Standort Wien wird damit teurer, ohne diese Teuerung durch Verbesserungen für Wirtschaftstreibende zu rechtfertigen”, sagt Jank. Besonders hart trifft die Unternehmer die Verdreifachung der U-Bahnsteuer, die in Europa einzigartig ist und daher laut Jank ersatzlos zu streichen ist.
Assoziierungsabkommen zwischen der EU und der Ukraine kann laut Prodi eine “Brücke zwischen der EU und Russland” schlagen und den Handel ankurbeln
Brüssel (ots/PRNewswire) – Der ehemalige Präsident der Europäischen Kommission Romano Prodi gab an, er hoffe darauf, dass die Europäische Union und die Ukraine beim EU-Gipfel im November in Wilna ein massgebliches Partnerschafts- und Freihandelsabkommen unterzeichnen werden. Seiner Schätzung nach könnte die Vereinbarung das aktuelle Handelsvolumen mit der Ukraine auf über 80 Milliarden Euro verdoppeln. “Die [...]
120 Jahre Honeder Naturbackstube: Jubiläumsauftakt mit 120 Meter langem Dinkel-Apfelstrudel – BILD
Am 13. Juni 2013 veranstaltete die Traditionsbäckerei im Rahmen ihres großen Firmenjubiläums einen Dinkel-Apfelstrudelverkauf am Martin-Luther-Platz in Linz. Der gesamte Erlös kommt dem Verein Wohnplattform zugute.
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